Claudius

Die Claudius gehört zu den späten Werken Rudolf Kochs und besticht durch „den Geist der gotischen Schrift der Frühdrucke”. Koch selbst nannte sie sein „Lieblingskind”. Benannt wurde sie nach Matthias Claudius, dem Dichter und Schriftsteller.

Paul Koch schnitt die Claudius nach dem Verfahren seines Vaters mit Punzen und Feile direkt aus dem Stempel. Für eine Fraktur wirkt diese Schrift erstaunlich beschwingt und leichtfüßig, Die gelungene Kombination von geschwungenen Linien und spitzen Winkeln in den Versalien gibt der Claudius eine überraschend leichtfüßige Dynamik.