Neuland*

Nomen est omen – mit der Herstellung dieser Schrift betrat Rudolf Koch tatsächlich Neuland. Er schlug sie ohne vorherigen Entwurf mit Punzen, Hammer und Feile direkt aus dem Metall.

Seine Absicht war es, etwas Wuchtiges zum Ausdruck zu bringen, das sich auch in seinen Schriftblättern aus den frühen Zwanzigern zeigte. Er hielt eine Erneuerung der deutschen Schrift für notwendig, doch im Gegensatz zum mechanisierten Buchdruck versuchte er, sein Konzept mit traditionellen Handwerkstechniken umzusetzen.

Bei der Lichten Neuland lässt sich gut erkennen, wie sich die äußere Schriftform um die hellen Innenräume aufbaut.

Als Manfred sich „On Koch Roots” begab, fand er heraus, dass die Neuland auch Kleinbuchstaben verträgt, ohne etwas von ihrem Charakter einzubüßen. Ein starkes Stück Schrift!