Anmerkungen

Dieses Denkmal wird nicht jedem gefallen, schon gar nicht den Fraktur-Puristen. Gehen wir doch sträflich um mit historischen Formalitäten wie z.B. lang-s und Ligaturen!

Auch Rechtschreibreformer werden partiell entnervt sein. Ein Rauhreif ohne h kommt uns nicht über die Tastatur!

Alte und Neue Rechte werden hier ebenfalls wenig Kurzweil finden, denn bis auf einige verbale Kinnhaken sind diese Seiten extrem unpolitisch.

Unbequem wird auch das Denken über gewisse Schubladen hinaus. Rudolf Koch hat das Etikett bekommen „ein konservativer, dem römischen Kirchturm sehr zugeneigter Deutschnationaler” gewesen zu sein (Schuler, 2003!). Erstens war es der evangelische Kirchturm in bester Luther-Tradition, was auch Kochs Wertschätzung der Fraktur erklärt, zweitens war Rudolf Kochs „Deutschnationalismus” eher von Begriffen wie Heimatverbundenheit und kulturellen Wurzeln geprägt anstatt von rechtslastigen politischen Ambitionen.

Kurz gesagt, uns ist kein Schnörkel heilig und auch kein Vorurteil. Hier geht es – völlig unzeitgemäß – nur um typografischen Mehrwert und künstlerisches Vergnügen.