Das Blumenbuch

Koch schrieb im Mai 1923: „Mit den Meinen mache ich ein Blumenbuch, an dem die einfachen Leute und Kinder Freude haben sollen. Und schön wird es, dass einem das Herz lacht …"

Mit „den Seinen” war die Arbeitsgruppe in der Werkstatt gemeint, besonders Fritz Kredel, der ausgiebig die japanische Holzschnittkunst studierte. Dank seiner speziellen Kenntnisse gelang ihm die Übertragung feinster Zeichenlinien auf das Medium Holz.

Ursprünglich hatte Koch keine Veröffentlichung seiner Feld-, Wald- und Wiesenblumen geplant, doch einige begeisterte Botaniker überredeten ihn. Die Zeichnungen entstanden nach dem Krieg und sind als Kochs persönliches Therapeutikum zu sehen, mit dem er sich innerlich wieder in die Balance brachte.

Gedruckt wurde das dreibändige Blumenbuch 1929 in einer Auflage von 125 Exemplaren bei C.H. Kleukens auf der Mainzer Presse, Emil Wöllner übernahm die Koloration. Einige Exemplare sind noch im Antiquariat zu finden, meist zum Preis von mehr als 2.000 Euro.

Aber es gibt ein Trostpflaster: die blumigen Antiqua-Initialen von Rudolf Koch ;-)