Rudolfinische Drucke

Diese private Presse wurde 1911 von Rudolf Koch und Rudolf Gerstung gegründet mit der Zielsetzung, qualitativ hochwertige Bücher in limitierten Auflagen von 300 Stück anzufertigen.

2Rudolfs

Die beiden Rudolfs kommen mit einer Ladung schöner Bücher angesegelt – mit diesem Motiv gestaltete Koch 1912 die erste Neujahrskarte des Unternehmens.

Rudolphin

Den beiden verdienten Buchkünstlern ist die Rudolphin von Graham Meade gewidmet, eine Antiqua-Familie, die er aus Rudolf Kochs Designs entwickelte.

Elia

Koch veröffentlichte zwischen 1911 und 1923 etwa zwanzig Rudolfinische Drucke: Bücher, Blockbücher, Einblattdrucke und Mappen. Widmete er sich vor dem Krieg noch der Literatur und Lyrik, folgten in der Nachkriegszeit ernstere und sprachlich kraftvollere Werke wie „Elia” (1921) oder „Das Gesicht des Jesaja” (22 Holzschnitte, 1919):

Jesaja

Beide wurden als Blockbücher herausgegeben, einer Buchform, die im 15. Jahrhundert beliebt war. Ein Blockbuch besteht aus einer Folge von (Bild-)drucken mit kurzen Texten, es ist nur einseitig gedruckt und wie ein Schreibblock geklebt oder geklammert.

KochGries

Koch schrieb sich mit den „Prophetenbüchern” offenbar einiges von der Seele, so expressionistisch zeigen sich Bilder und Texte. Manche Buchstaben ähneln Holzschnitten, wie wir sie Jahrzehnte später auch von HAP Grieshaber zu sehen bekamen. Manfred hat sich dazu den KochGries-Font einfallen lassen.