Holla

Der Versuch, Persönlichkeit und Lebendigkeit einer Schreibschrift an die Bedingungen des Buchdrucks anzupassen, zeigt sich in der Holla, die Koch aus seiner eigenen Handschrift entwickelte.

Zwar hatte er die Holla überhaupt nicht als Marketing-Tool konzipiert, doch wurde sie vor allem zu Auszeichnungs- und Werbezwecken verwendet. Der Augenfänger-Wirkung konnten sich auch die Propagandisten nicht entziehen – die Holla zierte sogar Aufrufe und Reichstagsplakate.

Diese Schreibdruckschrift läuft sehr schmal, sie hat weder Anschlüsse noch Überhang. In ihrem historischen Kontext betrachtet, wirkt sie frisch, beschwingt und harmonisch. Koch arbeitete eng mit dem Stempelschneider zusammen, bis nach langer Entwicklungszeit und vielen vergeblichen Versuchen 1932 ein Resultat erzielt wurde, auf das alle Beteiligten stolz waren.

Macht die Holla heute eher einen simplen und schlichten Eindruck, so war sie für die damaligen technischen Möglichkeiten der Druckereien eine Herausforderung.