Koch Kurrent

1927 gestaltete Koch eine Variante der deutschen Schreibschrift, die Offenbacher Schrift, um damit eine allgemeine Grundlage für den Schreibunterricht an Schulen zu schaffen. Aus seinem Lehrbuch über die Offenbacher Schrift: „Unsere Zeit erfordert unbedingt eine Schrift, die von gesundem Schönheitsgefühl getragen ist, dabei verlangt unser Auge eher kräftige, herbe Formen als glatte, weiche.”

Koch-Kurrent

Basierend auf diesem lehrtauglichen Vorläufer und seiner eigenen Handschrift entwickelte Koch die Kurrent. Die Umsetzung der Holla hatte schon etliche Probleme bereitet, doch die Herstellung fortlaufender Anschlüsse bei getrennten Lettern war eine noch größere Herausforderung. Die Bearbeitung der Druckschrift erforderte eine lange Vorbereitungszeit, der Schnitt wurde erst 1935 beendet.

Schreibschrift

Unseren heutigen Lesegewohnheiten entspricht die Kurrentschrift auch in ihrer Standardform (s.o.) überhaupt nicht mehr, deswegen sieht man sie nur noch selten. Wer in seinen ersten Schuljahren mit Sütterlin konfrontiert wurde, hat es hier leichter als der gemeine Lateinschüler.